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2005-10-03:
You'll never print alone!
Effiziente Datenvernetzungen lassen Druckereien und Zulieferer enger zusammenrücken
Der Anspruch an einen reibungslosen Produktionsablauf, gerade im Bereich des Zeitungs- und Heatset Rollenoffset mit seinen hohen Maschinen-Stundensätzen, bedarf einer immer ausgefeilteren Logistik. Sowohl die Betriebssicherheit der Maschine und deren Peripheriesysteme als auch die Verfügbarkeit von Farbe und Papier müssen permanent aufmerksam beobachtet und im Bedarfsfall in kürzester Zeit wiederhergestellt sein. Durch eine zeitgemäße Verknüpfung via Internet und Modem lassen sich die verantwortlichen Lieferanten und Systempartner in diesen Überwachungsprozess integrieren. Immer mehr Druckmaschinenhersteller und Anbieter von Peripheriegeräten bieten hierzu auch die Möglichkeit einer Ferndiagnose an. Das heißt, der Leitstand der Maschine oder die Zuliefersysteme selbst sind online mit dem Service der Anbieter verbunden, so dass für den Fall einer Störung die Techniker aus ihren Service-Centern heraus schnell eine Diagnose erstellen und Lösungen anbieten können.
Die technotrans AG, Systemanbieter für den Offset-Druck aus dem münsterländischen Sassenberg, hat diese Nähe zu den Druckereien nun noch enger gemacht.
"Wir bieten unseren Kunden schon seit geraumer Zeit in der Aufzeichnung und Auswertung der Betriebsdatenerfassung Lösungen an.", erklärt Thomas Hartung, Produktmanager für zentrale Farbversorgungssysteme in der Augsburger Niederlassung der technotrans AG. "Die Mengenmessung calcu.ink ermöglicht das Erfassen des Farbverbrauchs pro Maschine und Farbsorte, auftragsbezogen oder als Monats- beziehungsweise Jahreswert." Dies erfolgt durch einen Durchflussmengen-Messkopf, der in die Rohrleitung installiert wird. Die dort erfassten Daten des Farbverbrauchs werden zum Anzeigenmodul am Maschinenstand weitergeleitet. "Diese Werte können aber auch über den Datenserver unseres office.line Systems direkt in das kundeneigene Computernetz eingespeist werden", erläutert Hartung.
Am Maschinenleitstand finden sich neben der Darstellung des Farbverbrauches noch weitere wichtige Schnittstellen, so zum Beispiel zur Niveauüberwachung in den Farbkästen, zur Darstellung der Tankfüllstände und natürlich zur Fehleranzeige und Wartung. Diese Schnittstellen können durch technotrans auf Kundenwunsch auch noch weiter spezifiziert werden. Über ein Modem und das technotrans Informations-System geht es dann hinaus in die Welt. So zum Beispiel zur Farbenfabrik, die online über die Tankfüllstände informiert wird und zeitnahe Lieferungen entsprechend vorbereiten kann. Denn immerhin spricht man in einer Zeitungsdruckerei mitunter von Großtanks, die bis zu 30.000 kg Farbe aufnehmen können. Das sind Mengen, die man nicht mal so eben aus dem Regal nimmt.
Für die Hersteller von Druckfarben bedeutet eine möglichst flächendeckende Übersicht zum Verbrauch beim Kunden natürlich auch einen erheblichen Vorteil. Die Produktion kann hier gezielter gesteuert werden, es liegen jederzeit Informationen vor, von welchem Material in welchem Zeitraum bestimmte Mengen gebraucht werden. Wartezeiten für die Druckereien aufgrund von längeren Lieferzeiten in der Farbenfabrik gehören der Vergangenheit an. Darüber hinaus werden für die Druckerei durch den transparenten Gesamtverbrauch, zum Beispiel über ein Jahr, auch die Verhandlungen zu Mengenrabatten und Sonderkonditionen vereinfacht. Und auch die Kosteneinsparungen durch den reduzierten administrativen Aufwand in den Druckereien und den Farbfabriken können sich in den Preisen für den Endabnehmer wiederfinden.
"Neben der Farbversorgung spielt natürlich auch die ordnungsgemäße Funktion der angeschlossenen Peripheriegeräte, wie z. B. der Feuchtmittel-Aufbereitung, Farbwerk-Temperierung und Maschinenkühlung eine wichtige Rolle bei der Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Produktionsanlage Druckmaschine", erklärt Andreas Harig, Leiter des Produkt Managements im Geschäftsbereich PRINT der technotrans AG.
"Unser neues Steuerungssystem multicom, welches derzeit in die Produktreihen der Feuchtmittel-, Kühl- und Temperiertechnik eingeführt wird, bietet hier interessante und zukunftsweisende Möglichkeiten." So kann das modular aufgebaute multicom Steuerungssystem mit verschiedenen Displays, vom einfachen Monochrome bis zum komfortablen 15" Farb-Touchscreen, für Bedienung und Prozessdaten-Visualisierung ausgestattet werden.
Daneben bietet das System sowohl verschiedene Datenschnittstellen für die Anbindung an das jeweilige Maschinen-Leitstandsystem, als auch eine Ethernet-Schnittstelle für die direkte, vom Maschinenleitstand unabhängige Ferndiagnose via Internet.
Hierbei ermöglich die Ferndiagnose durch den technotrans Service nicht nur eine schnelle Ursachenanalyse und Problemlösung im Falle einer aufgetretenen technischen Störung, sondern vor allem auch eine Beurteilung des ablaufenden, verfahrenstechnischen Prozesses anhand der übermittelten Prozessdaten. Gerade im Bereich der Feuchtmittel-Aufbereitung können aus den aufgezeichneten, via Internet übermittelten und z. B. in Form eines zeitlichen Trends visualisierten Messwerten wertvolle Informationen über den Zustand des "Systems" Feuchtmittel gewonnen werden, welches ja bekanntermaßen einer ganzen Reihe von komplexen Wechselwirkungen mit Papier, Farbe und Chemie ausgesetzt ist.
"Insgesamt sehen wir in der Ferndiagnose via Internet eine ideale Möglichkeit für eine umfassende, schnelle und detaillierte Überprüfung und Beurteilung des angeschlossenen Systems und können so einen positiven Beitrag zur Sicherung und Steigerung der Maschinen-Verfügbarkeit leisten, deren Stellenwert in der gegenwärtigen Situation der Druckindustrie eine sehr bedeutende Rolle eingenommen hat." erklärt Andreas Harig.
"Wie Herr Harig es schon beschrieben hat, geht unser Angebot natürlich weit über Farbversorgungssysteme hinaus", erklärt Thomas Hartung. "Feuchtmittelaufbereitung und Farbwerktemperierung waren unsere Hauptprodukte in der Anfangszeit von technotrans. Über die Jahre sind noch Mess- und Dosiertechnik, Sprühfeuchtwerke, Lack-Versorgungsgeräte, Waschmittel-Wiederaufbereitungsanlagen sowie komplexe Filtrationssysteme hinzugekommen.
Unseren Standort in Süddeutschland verlegen wir gerade von Stadtbergen nach Gersthofen, wo auf einer wesentlich großzügigeren Fläche eine neue Fertigungsstätte entsteht, in der dann bis zu 150 Mitarbeiter Platz finden. Zum letzten Quartal 2005 nehmen wir nun auch Reinigungssysteme in unser Programm auf, die dort neben den Farbversorgungssystemen hergestellt werden. Eine Vielzahl dieser Anlagen und Systeme lässt sich komfortabel über eine Online-Anbindung überprüfen, sei es direkt via Internet oder indirekt über den Anschluss an den Maschinenleitstand. In beiden Fällen ist gewährleistet, dass unsere Servicetechniker eventuell auftretende Störungen just in time auf ihren Monitoren haben."
"Das wichtigste ist unseren Kunden erfahrungsgemäß die Systemverfügbarkeit und Produktionssicherheit", erklärt Herr Hartung weiter. "Die wird dadurch erheblich gesteigert, dass auch alle Beteiligten außerhalb der Druckerei jeweils zeitnah über den Stand der Dinge informiert sind."
© technotrans AG, 2008
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